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Pronovo Förderung für Photovoltaik: Einmalvergütung in der Schweiz erklärt

Pronovo Förderung für Photovoltaik: Einmalvergütung in der Schweiz erklärt

Wer in der Schweiz eine neue Photovoltaikanlage baut, stösst früher oder später auf Pronovo. Über diese Stelle wird die wichtigste nationale Förderung für Solaranlagen abgewickelt: die Einmalvergütung. Dieser Ratgeber erklärt, was die Pronovo Förderung umfasst, wie sich KLEIV, GREIV und HEIV unterscheiden und worauf beim Antrag zu achten ist.

Wichtig vorab: Diese Seite dient der Orientierung und ersetzt keine Förder- oder Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte erteilen Pronovo, das Bundesamt für Energie und Ihr Fachbetrieb.

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Punkte dieses Abschnitts lassen sich kompakt zusammenfassen:

  • Die Einmalvergütung (EIV) ist ein einmaliger Investitionsbeitrag, kein laufender Tarif. Sie wird nach der Inbetriebnahme ausbezahlt.
  • Es gibt drei Programme: KLEIV für kleine Anlagen, GREIV für grosse Anlagen und HEIV für Anlagen ohne Eigenverbrauch.
  • KLEIV und GREIV betragen maximal rund 30 Prozent der Investitionskosten von Referenzanlagen.
  • Der Antrag wird über das Kundenportal von Pronovo gestellt, in der Regel nach der Inbetriebnahme. Häufig übernimmt das der Fachbetrieb.
  • Kantonale und kommunale Förderprogramme lassen sich in vielen Fällen zusätzlich nutzen.

Diese Punkte geben den Rahmen vor; die folgenden Abschnitte vertiefen die einzelnen Entscheidungen.

Welche Rolle hat Pronovo?

Pronovo ist die vom Bund akkreditierte Vollzugs- und Zertifizierungsstelle für die Förderung erneuerbarer Energien. Neue Photovoltaikanlagen werden seit 2018 nicht mehr über eine laufende kostendeckende Einspeisevergütung gefördert, sondern über Einmalvergütungen. Pronovo prüft die Gesuche, spricht die Förderzusagen und wickelt die Auszahlung ab. Zudem führt Pronovo das Herkunftsnachweissystem, über das der ökologische Wert des Solarstroms dokumentiert wird.

Was ist die Einmalvergütung?

Die Einmalvergütung ist ein einmaliger Zuschuss an die Investitionskosten. Sie setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem leistungsabhängigen Beitrag zusammen. Wie hoch die Vergütung ausfällt, richtet sich nach dem Inbetriebnahmedatum, der Leistung der Anlage in Kilowattpeak und der Anlagenart – also danach, ob die Module angebaut, freistehend oder in das Gebäude integriert sind.

Anders als beim früheren Modell ist die Höhe nicht davon abhängig, wie viel Strom die Anlage tatsächlich einspeist. Ausbezahlt wird der Beitrag nach Inbetriebnahme und Prüfung der Anlage.

Was bedeuten KLEIV, GREIV und HEIV?

Die drei Programme unterscheiden sich vor allem nach Anlagengrösse und danach, ob die Anlage Eigenverbrauch aufweist:

Programm Für welche Anlagen Kurz erklärt
KLEIV – kleine Einmalvergütung Anlagen bis 100 kW Die typische Förderung für Ein- und kleinere Mehrfamilienhäuser. Zusammen mit GREIV maximal rund 30 % der Investitionskosten von Referenzanlagen.
GREIV – grosse Einmalvergütung Anlagen ab 100 kW Für grössere Dächer, Gewerbe und Areale. Der Beitrag wird projektbezogen festgelegt, ebenfalls mit der Obergrenze von rund 30 %.
HEIV – hohe Einmalvergütung Anlagen ohne Eigenverbrauch, rund 2 kW bis 149,99 kW Für Anlagen, die ihre gesamte Produktion einspeisen. Der Beitrag kann höher ausfallen (bis zu rund 60 % der Kosten von Referenzanlagen). Ab 150 kW erfolgt die Vergabe von HEIV und gleitender Marktprämie über Auktionen.

Ergänzend gibt es verschiedene Boni, etwa für stark geneigte oder fassadenintegrierte Anlagenteile sowie für bestimmte Anlagen mit hohem Winterstromertrag. Diese Boni sind an konkrete technische Voraussetzungen und Inbetriebnahmedaten geknüpft und werden zusätzlich zum Grundbeitrag gewährt. Die jeweils gültigen Sätze und Voraussetzungen veröffentlicht Pronovo laufend – ein Blick auf die aktuellen Werte lohnt sich vor jeder Planung.

Wer kann Förderung beantragen?

Ein Gesuch um Einmalvergütung kann grundsätzlich jede Betreiberin und jeder Betreiber einer Photovoltaikanlage stellen. Die Anlage muss über eine bestimmte Mindestleistung verfügen und einen festen Standort haben. Für Eigenheime und kleinere Mehrfamilienhäuser ist in der Regel die KLEIV massgebend.

Antragsberechtigte können das Gesuch selbst einreichen oder eine Drittperson bevollmächtigen – häufig ist das der installierende Fachbetrieb.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Die genauen Anforderungen unterscheiden sich je nach Programm. Für die KLEIV wird typischerweise das vom Fachbetrieb erstellte Abnahmeprotokoll benötigt; alternativ kommen der Sicherheitsnachweis sowie das Mess- und Prüfprotokoll infrage. Hinzu kommen ein Nachweis zur eindeutigen Identifizierung von Grundstück und Eigentümerschaft sowie die Zahlungsinformationen.

Welche Dokumente im Einzelfall verlangt werden, zeigt das Pronovo-Kundenportal beim Ausfüllen des Gesuchs. Der Fachbetrieb kennt den Ablauf und kann die Eingabe übernehmen.

Wann sollte der Antrag gestellt werden?

Bei der KLEIV wird das Gesuch nach der Inbetriebnahme eingereicht. Bei grösseren Anlagen kann ein Gesuch teils bereits vor der Inbetriebnahme gestellt werden. Weil die Nachfrage hoch ist, kann es zwischen Gesuch und Auszahlung zu Wartezeiten kommen; die Gesuche werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Es lohnt sich, den Ablauf und die aktuellen Wartezeiten früh bei Pronovo zu prüfen.

Wie lassen sich Pronovo und lokale Förderungen kombinieren?

Die nationale Einmalvergütung lässt sich in vielen Fällen mit Programmen von Kanton, Gemeinde oder Energieversorger kombinieren. Diese regionalen Programme sind sehr unterschiedlich – manche fördern die Anlage, andere Speicher, Ladeinfrastruktur oder die Sanierung insgesamt. Bei kantonalen und kommunalen Beiträgen sind Gesuche oft vor Baubeginn einzureichen. Eine Übersicht regionaler Programme bietet die Plattform Energiefranken.

Wie sich Förderungen auf die Gesamtkosten auswirken, lesen Sie auf der Seite Was kostet eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus. Eine Übersicht zu weiteren Fördermöglichkeiten finden Sie unter Förderungen für Photovoltaikanlagen in der Schweiz.

Wer fördert was?

Die wichtigsten Einflussgrössen werden in der folgenden Übersicht gegenübergestellt:

Ebene Typische Förderung Hinweis
Bund Einmalvergütung über Pronovo (KLEIV, GREIV, HEIV) Nationaler Investitionsbeitrag
Kanton Zusätzliche Beiträge, teils für Speicher oder Sanierung Sehr unterschiedlich, teils Gesuch vor Baubeginn
Gemeinde Lokale Förderprogramme Nicht überall vorhanden
Energieversorger Eigene Programme, Vergütung Herkunftsnachweise Je nach Netzgebiet

Für eine belastbare Einschätzung sollten diese Punkte immer zusammen mit Standort, Verbrauch und konkreter Offerte betrachtet werden.

Was sollte vor der Offerte geprüft werden?

Die folgende Übersicht zeigt, welche Punkte beim Prüfen besonders relevant sind:

Prüfpunkt Warum wichtig
Welche EIV-Kategorie trifft zu? Bestimmt Ablauf und ungefähre Beitragshöhe
Aktuelle Sätze und Boni bei Pronovo Werte werden laufend angepasst
Kantonale/kommunale Programme Teils Gesuch vor Baubeginn nötig
Wer stellt den Antrag? Häufig übernimmt das der Fachbetrieb
Steuerliche Behandlung Je nach Kanton unterschiedlich

So wird schneller sichtbar, ob eine Offerte vollständig, vergleichbar und plausibel aufgebaut ist.

Welche Fehler passieren beim Förderthema häufig?

Die zentralen Einflussgrössen lassen sich in wenigen Punkten bündeln:

  • Die Förderung wird in der Amortisationsrechnung vergessen oder falsch angesetzt.
  • Kantonale und kommunale Gesuche werden zu spät gestellt.
  • Es wird mit veralteten Sätzen gerechnet, obwohl Pronovo die Werte anpasst.
  • Der Zeitpunkt der Antragstellung wird nicht mit dem Fachbetrieb abgestimmt.

Für eine belastbare Einschätzung sollten diese Punkte immer zusammen mit Standort, Verbrauch und konkreter Offerte betrachtet werden.

Warum helfen Fachbetriebe bei der Planung?

Ein erfahrener Fachbetrieb kennt die aktuellen Fördermodelle, die passende Kategorie für Ihre Anlage und den Ablauf beim Antrag. Er kann relevante Fördermöglichkeiten bereits in die Planung einbeziehen und häufig die Gesuchstellung übernehmen. Das verringert den Aufwand und das Risiko von Fehlern.

solar-guide.ch empfiehlt: Prüfen Sie die aktuell gültigen Sätze und Boni direkt bei Pronovo, da diese laufend angepasst werden – rechnen Sie nicht mit veralteten Werten. Klären Sie ausserdem früh, ob kantonale oder kommunale Gesuche vor Baubeginn eingereicht werden müssen. Nachträglich lässt sich das oft nicht mehr korrigieren.

Fazit

Die Pronovo Förderung ist der zentrale nationale Baustein, um die Investition in eine Photovoltaikanlage zu senken. Welche Kategorie zutrifft, wie hoch der Beitrag ausfällt und welche regionalen Programme hinzukommen, hängt vom konkreten Projekt ab. Am einfachsten klären Sie das gemeinsam mit einem Fachbetrieb.

Förderungen beeinflussen die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage deutlich. Passende Fachbetriebe können relevante Fördermöglichkeiten in der Planung berücksichtigen. Über solar-guide.ch können Sie Ihre Anfrage kostenlos und unverbindlich an maximal drei passende Fachbetriebe weiterleiten lassen.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist die Pronovo Förderung?2026-07-06T23:47:43+02:00

Es handelt sich um die Einmalvergütung – einen einmaligen Investitionsbeitrag für Photovoltaikanlagen, der über Pronovo abgewickelt und nach der Inbetriebnahme ausbezahlt wird.

Was ist der Unterschied zwischen KLEIV, GREIV und HEIV?2026-07-06T23:47:44+02:00

KLEIV gilt für Anlagen bis 100 kW, GREIV für Anlagen ab 100 kW und HEIV für Anlagen ohne Eigenverbrauch. KLEIV und GREIV betragen maximal rund 30 Prozent der Investitionskosten von Referenzanlagen, die HEIV kann höher ausfallen.

Wer beantragt die Förderung?2026-07-06T23:47:44+02:00

Antragsberechtigt ist die Betreiberin oder der Betreiber der Anlage. Häufig übernimmt der installierende Fachbetrieb die Gesuchstellung im Auftrag.

Kann ich Pronovo mit kantonalen Förderungen kombinieren?2026-07-06T23:47:45+02:00

In vielen Fällen ja. Kantonale und kommunale Programme sind unterschiedlich ausgestaltet; teils müssen Gesuche vor Baubeginn eingereicht werden. Prüfen Sie die regionalen Programme frühzeitig.

Wie lange dauert die Auszahlung?2026-07-06T23:47:46+02:00

Das hängt von der aktuellen Nachfrage ab. Die Gesuche werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet; es kann zu Wartezeiten kommen. Aktuelle Angaben finden Sie bei Pronovo.

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