Eine Solaranlage für einen Betrieb kostet in der Schweiz rund CHF 54’000 bei 30 kW, CHF 144’000 bei 100 kW und CHF 281’000 bei 300 kW. Das sind Preise ohne MWST und vor Förderung. Der Solarstrom vom eigenen Dach kostet damit nach Förderung 6–11 Rp./kWh. Netzstrom kostet einen mittleren Betrieb 2026 im Median 25 Rp./kWh.

Das Wichtigste in Kürze
- Je grösser die Anlage, desto tiefer der Preis pro kW: von CHF 1’911 (10–30 kW) bis CHF 800 (300–1’000 kW), Median 2025.
- Die Einmalvergütung des Bundes deckt bei Firmenanlagen rund 20–30 % der Investition.
- Die Beispiele rechnen nach Förderung mit 6–11 Rp./kWh Solarstromkosten und mit 23,7–25,1 Rp./kWh vermiedenem variablem Netzbezug. Die Netzpreise sind eigene Rechenannahmen.
- Mit 60 % Eigenverbrauch ist eine Anlage mit 100 kW nach rund 7,5 Jahren bezahlt, ohne Förderung nach rund 9,5 Jahren.
- Stand 25.10.2026. Anlagenkosten: Preisbeobachtungsstudie 2025 von EnergieSchweiz. Strompreise in den Beispielen: eigene Rechenannahmen, keine bestätigten ElCom-Mediane.
- Stand 25.10.2026
- Quellen am Ende des Artikels
Was kostet eine Solaranlage nach Grösse?
Der Preis pro kW sinkt mit der Grösse, weil Planung, Gerüst, Administration und Logistik zum Teil fix sind. Das zeigt die Preisbeobachtungsstudie, die EnergieSchweiz jedes Jahr erstellen lässt. Die Ausgabe 2025 wertet 1’686 Anlagen aus Offerten und Rechnungen aus.
| Anlage | Investition (Kostenkurve 2025) | Pro kW | Median der Grössenklasse |
|---|---|---|---|
| 30 kW | rund CHF 54’000 | rund CHF 1’800 | 10–30 kW: CHF 1’911 |
| 100 kW | rund CHF 144’000 | rund CHF 1’440 | 30–100 kW: CHF 1’428 |
| 300 kW | rund CHF 281’000 | rund CHF 935 | 100–300 kW: CHF 1’102; 300–1’000 kW: CHF 800 |
Alle Werte gelten für Aufdachanlagen ohne Batteriespeicher, ohne MWST und vor Förderung. Die Investition berechnet sich nach der Kostenkurve der Studie: das Kleinere aus 1’628 × kW + 5’278 und 681 × kW + 76’265 Franken.
| Wert | |
|---|---|
| 30 kW | rund CHF 1’800 |
| 100 kW | rund CHF 1’440 |
| 300 kW | rund CHF 935 |
Eine Anlage mit 300 kW kostet pro kW rund halb so viel wie eine mit 30 kW, weil Planung, Gerüst und Administration zum Teil fix sind. Die Werte folgen der Kostenkurve 2025 für Aufdachanlagen ohne Batteriespeicher, ohne MWST und vor Förderung.
Quelle: Bundesamt für Energie und EnergieSchweiz, Preisbeobachtungsstudie 2025, Kostenkurve1
Die Streuung ist gross. Die Hälfte der Anlagen mit 100–300 kW kostete zwischen CHF 907 und CHF 1’597 pro kW. 2025 sanken die Preise je nach Grösse um 4–9 %. Für 2026 erwartet die Studie stabile Preise, weil sich die Modulpreise bei rund CHF 100 pro kW eingependelt haben.
Wie sich Preise für Wohnhäuser zusammensetzen, lesen Sie im Ratgeber Was kostet eine Photovoltaikanlage?. Warum der Preis pro Quadratmeter wenig aussagt, zeigt der Beitrag Photovoltaik Kosten pro m².
Woraus setzen sich die Kosten zusammen?
Bei Firmenanlagen sind Arbeit und Module die grössten Posten. Die Studie schlüsselt die Kosten von Aufdachanlagen in acht Kategorien auf (Median 2025, ohne MWST):
| Kostenkategorie | 30–100 kW | 100–300 kW |
|---|---|---|
| Arbeitskosten | CHF 296 pro kW (23 %) | CHF 257 pro kW (23 %) |
| Module | CHF 211 pro kW (16 %) | CHF 206 pro kW (20 %) |
| Montagesystem | CHF 196 pro kW (13 %) | CHF 146 pro kW (11 %) |
| Elektromaterial | CHF 191 pro kW (12 %) | CHF 105 pro kW (9 %) |
| Baustellenabsicherung | CHF 158 pro kW (11 %) | CHF 126 pro kW (9 %) |
| Wechselrichter | CHF 120 pro kW (7 %) | CHF 96 pro kW (7 %) |
| Verwaltung und Planung | CHF 94 pro kW (6 %) | CHF 55 pro kW (5 %) |
| Logistik und Transport | CHF 41 pro kW (3 %) | CHF 38 pro kW (4 %) |
Die Werte sind Mediane je Kategorie. Sie ergeben zusammen deshalb nicht genau den Gesamtpreis.
Nicht in diesen Preisen enthalten sind Zusatzkosten, die bei Gewerbebauten oft anfallen:
- Netzanschluss und Elektroraum: Ein neuer Verteilkasten, ein zu kleiner Elektroraum oder eine neue Zuleitung können laut Studie bis zu 30 % des Budgets ausmachen.
- Dach: Sanierung, statische Verstärkung oder Gründach. Auf Gründächern rechnet die Studie mit rund 30 % höheren Wartungskosten.
- Planung durch Dritte: Ingenieurbüro, Statik, Bauleitung. Bei Anlagen über 100 kW kann das erhebliche Mehrkosten verursachen.
- Optimierer: Ab 30 kW kosten Anlagen mit Optimierern rund 15 % mehr als Anlagen mit String-Wechselrichtern.
- Batteriespeicher: Die Preisstudie nennt für 2025 die Formel 432 × kWh + 2’122 Franken. Die Daten stammen überwiegend von Speichern unter 30 kWh. Die Formel belegt deshalb keine belastbaren Preise für Gewerbespeicher mit 50 oder 100 kWh. Holen Sie dafür eine separate Offerte ein.
Welche Betriebskosten fallen an?
Swissolar nennt für den Unterhalt eine Spanne von 1–3 Rp. pro erzeugter kWh. Für die vergleichbaren Rechenbeispiele verwenden wir einheitlich 2 Rp./kWh als eigene Annahme. Darin sind laufende Wartung, Reinigung, Versicherung, Monitoring und kleinere Reparaturen enthalten. Der Ersatz der Wechselrichter ist nicht enthalten. Für 100 kW und 95’000 kWh ergeben sich CHF 1’900 pro Jahr.
Planen Sie ausserdem einen Ersatz der Wechselrichter ein. Ihr Anteil an der Investition liegt nach der Preisstudie bei rund 7 %. Die Module selbst halten laut Swissolar mehr als 30 Jahre.
Was kostet eine Kilowattstunde Solarstrom im Vergleich zum Netzstrom?
Die Gestehungskosten in den Beispielen liegen je nach Grösse und Förderung bei 6–11 Rp./kWh. Sie verteilen Investition und Betriebskosten auf den Ertrag über 25 Jahre. Als Vergleich verwenden wir angenommene variable Netzbezugspreise von 23,7–25,1 Rp./kWh. Das sind keine bestätigten aktuellen ElCom-Medianwerte.
| Anlage | Gestehungskosten mit Einmalvergütung | Ohne Einmalvergütung |
|---|---|---|
| 30 kW | rund 10,7 Rp./kWh | rund 12,9 Rp./kWh |
| 100 kW | rund 8,8 Rp./kWh | rund 10,7 Rp./kWh |
| 300 kW | rund 6,0 Rp./kWh | rund 7,7 Rp./kWh |
Annahmen: Investition nach Kostenkurve 2025, Ertrag 950 kWh pro kW und Jahr, Nutzungsdauer 25 Jahre, Kapitalzins 3 %, Betrieb und Unterhalt 2 Rp./kWh. Die Erläuterungen des UVEK gehen von rund 1’000 kWh pro kW aus; wir rechnen vorsichtiger.
Die ElCom definiert unter anderem die Verbrauchsprofile C2, C3 und C4. Die Tabelle ordnet diese Profile unseren Beispielpreisen zu. Sie zeigt keine amtlichen Medianwerte. Einen Tarif für 2027 setzen wir ohne bestätigten Nachweis nicht an.
| Verbrauchsprofil der ElCom | Jahresverbrauch | Angenommener variabler Bezugspreis im Beispiel |
|---|---|---|
| C2, Kleinbetrieb, bis 15 kW | 30’000 kWh | 25,1 Rp./kWh |
| C3, mittlerer Betrieb, bis 50 kW | 150’000 kWh | 25,0 Rp./kWh |
| C4, grosser Betrieb, bis 150 kW, Niederspannung | 500’000 kWh | 23,7 Rp./kWh |
Wichtig: Diese Preise gelten nur für den Strom, den Sie selbst verbrauchen. Für den Überschuss erhalten Sie viel weniger. Ohne eigene Vereinbarung mit dem Netzbetreiber gilt seit 2026 der Referenz-Marktpreis des Quartals. Für Solarstrom lag er 2026 bei 10,3 Rp./kWh im ersten, 3,9 Rp./kWh im zweiten und 8,5 Rp./kWh im dritten Quartal. Für Anlagen mit Eigenverbrauch gibt es für die Leistung ab 30 kW keine Minimalvergütung. Viele Netzbetreiber zahlen eigene Rückliefertarife, die Einspeisevergütung kann deshalb davon abweichen.
Wann ist die Anlage bezahlt, mit und ohne Förderung?
Mit Einmalvergütung und 60 % Eigenverbrauch ist eine Firmenanlage nach rund 5–10 Jahren bezahlt. Ohne Förderung dauert es rund 2 Jahre länger.
| Anlage | Investition | Einmalvergütung 2026 | Ersparnis pro Jahr | Bezahlt mit Förderung | Bezahlt ohne Förderung |
|---|---|---|---|---|---|
| 30 kW | CHF 54’000 | CHF 10’800 | CHF 4’520 | rund 9,5 Jahre | rund 12 Jahre |
| 100 kW | CHF 144’000 | CHF 31’800 | CHF 15’010 | rund 7,5 Jahre | rund 9,5 Jahre |
| 300 kW | CHF 281’000 | CHF 81’800 | CHF 42’810 | knapp 5 Jahre | rund 6,5 Jahre |
Annahmen: angebaute Anlage, Ertrag 950 kWh pro kW, 60 % Eigenverbrauch, Überschuss 7 Rp./kWh, Betrieb 2 Rp./kWh. Variable Netzbezugspreise als eigene Annahmen: 25,1 Rp. bei 30 kW, 25,0 Rp. bei 100 kW und 23,7 Rp. bei 300 kW. Feste Grund- und Leistungskosten werden nicht pauschal eingespart. Ohne Zins, ohne Teuerung, ohne Steuereffekte. Die Einmalvergütung ist nach den Ansätzen 2026 berechnet. Wie sie sich zusammensetzt, lesen Sie unter Einmalvergütung für grosse Photovoltaikanlagen (GREIV).
Steuerlich können Betriebe die Anlage abschreiben. Wie Einmalvergütung und Abschreibung zusammenspielen, regelt jeder Kanton anders. Klären Sie das mit Ihrem Treuhänder.
Rechenbeispiel: Gewerbebetrieb mit 100 kW
Ein Betrieb mit 150’000 kWh Stromverbrauch pro Jahr baut eine Aufdachanlage mit 100 kW auf sein Flachdach. Er arbeitet tagsüber und verbraucht 60 % des Solarstroms selbst.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Investition ohne MWST (Kostenkurve 2025) | CHF 144’000 |
| Einmalvergütung (30 × 360 + 70 × 300) | − CHF 31’800 |
| Investition nach Förderung | CHF 112’200 |
| Solarstrom pro Jahr (100 kW × 950 kWh) | 95’000 kWh |
| Eingesparter Netzstrom (57’000 kWh × 25 Rp.) | CHF 14’250 pro Jahr |
| Vergütung für Überschuss (38’000 kWh × 7 Rp.) | CHF 2’660 pro Jahr |
| Betrieb und Unterhalt (95’000 kWh × 2 Rp.) | − CHF 1’900 pro Jahr |
| Ersparnis pro Jahr | CHF 15’010 |
| Bezahlt nach | rund 7,5 Jahren |
| Ersparnis nach 25 Jahren, ohne Zins und ohne Ersatz der Wechselrichter | rund CHF 263’000 |
Die Anlage deckt 38 % des Stromverbrauchs des Betriebs. Ein Batteriespeicher könnte den Eigenverbrauch erhöhen. Sein Nutzen und seine Kosten müssen mit einem Lastgang und einer separaten Offerte berechnet werden.
Wie verändert der Eigenverbrauch die Rechnung?
Der Eigenverbrauch entscheidet mehr über die Rendite als der Preis der Anlage. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart rund 25 Rp., jede eingespeiste bringt im Beispiel 7 Rp.
| Eigenverbrauch (Anlage 100 kW) | Ersparnis pro Jahr | Bezahlt mit Förderung | Bezahlt ohne Förderung |
|---|---|---|---|
| 30 % | CHF 9’880 | rund 11,5 Jahre | rund 14,5 Jahre |
| 60 % | CHF 15’010 | rund 7,5 Jahre | rund 9,5 Jahre |
| 80 % | CHF 18’430 | rund 6 Jahre | rund 8 Jahre |
- mit Einmalvergütung
- ohne Förderung
| mit Einmalvergütung | ohne Förderung | |
|---|---|---|
| 30 % Eigenverbrauch | rund 11,5 Jahre (mit Einmalvergütung)rund 14,5 Jahre (ohne Förderung) | |
| 60 % Eigenverbrauch | rund 7,5 Jahre (mit Einmalvergütung)rund 9,5 Jahre (ohne Förderung) | |
| 80 % Eigenverbrauch | rund 6 Jahre (mit Einmalvergütung)rund 8 Jahre (ohne Förderung) |
Je mehr Solarstrom der Betrieb selbst nutzt, desto schneller ist die Anlage bezahlt: mit Einmalvergütung bei 80 % Eigenverbrauch nach rund 6 Jahren, bei 30 % erst nach rund 11,5 Jahren. Gerechnet mit CHF 144’000 Investition, CHF 31’800 Einmalvergütung, 950 kWh pro kW, 25 Rp. pro selbst genutzter und 7 Rp. pro eingespeister kWh sowie 2 Rp. pro kWh für Betrieb und Unterhalt.
Quelle: Eigene Berechnung von solar-guide.ch mit den Annahmen des Rechenbeispiels; Kosten nach der Preisbeobachtungsstudie 20251, Einmalvergütung nach der Energieförderungsverordnung5
So erhöhen Betriebe ihren Eigenverbrauch:
- Anlage nach Lastgang planen: Lassen Sie Ihren Verbrauch über 12 Monate auswerten, bevor Sie die Grösse festlegen.
- Verbraucher verschieben: Kühlung, Druckluft, Wärmepumpe und Ladestationen laufen, wenn die Sonne scheint.
- Mieter einbeziehen: In einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) nutzen Mieter Ihren Solarstrom.
- Ost-West statt Süd: Mehr Ertrag am Morgen und am Abend passt oft besser zu Betriebszeiten.
Eine Einschränkung gilt für grössere Betriebe: Zahlen Sie einen Leistungspreis, spart eine Kilowattstunde Solarstrom weniger als der Durchschnittspreis. Rechnen Sie dann mit Ihrer eigenen Stromrechnung. Mit 20 statt 25 Rp. ist die Anlage mit 100 kW nach rund 9 statt 7,5 Jahren bezahlt.
Sie wollen nicht selbst investieren? Dann prüfen Sie Solar-Contracting oder die Vermietung Ihres Dachs. Alle Wege im Überblick zeigt die Seite Photovoltaik für Unternehmen.
Häufige Fragen und Antworten
Was kostet eine Solaranlage mit 100 kW?
Rund CHF 144’000 ohne MWST, vor Förderung, nach der Kostenkurve der Preisstudie 2025 von EnergieSchweiz. Die Einmalvergütung für 2026 beträgt CHF 31’800. Je nach Dach und Netzanschluss liegen Offerten deutlich darüber oder darunter.
Warum sind deutsche Preise für die Schweiz nicht brauchbar?
Löhne, Gerüst, Sicherheitsvorschriften und Netzanschluss kosten in der Schweiz mehr. Rechnen Sie nur mit Schweizer Werten, etwa aus der Preisstudie von EnergieSchweiz oder aus Offerten von Schweizer Fachbetrieben.
Lohnt sich die Anlage bei wenig Verbrauch am Tag?
Mit 30 % Eigenverbrauch dauert die Amortisation einer Anlage mit 100 kW rund 11,5 Jahre. Das kann sich lohnen, aber das Risiko tiefer Rückliefertarife ist grösser. Prüfen Sie dann auch eine Dachmiete oder eine Anlage ohne Eigenverbrauch mit der hohen Einmalvergütung.
Werden die Preise 2026 weiter sinken?
Die Preisstudie erwartet eine Stabilisierung. Im zweiten Halbjahr 2025 lagen die Offerten auf dem Niveau des ersten Halbjahrs oder leicht darüber. Unsicher bleiben die Lieferketten für Module.
Zählt die Mehrwertsteuer zu den Kosten?
Für Betriebe mit Vorsteuerabzug in der Regel nicht. Deshalb nennt dieser Ratgeber alle Preise ohne MWST. Die Einmalvergütung zahlt Pronovo ohne Mehrwertsteuer aus.
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