Offerten vergleichenOfferten

Solar-Glossar: Begriffe von A bis Z

Von Amortisation bis Zweirichtungszähler: 64 Begriffe rund um Ihre Solaranlage, kurz erklärt. Mit den Ausdrücken, die Ihnen in der Schweiz in Offerten, in Gesuchen und bei der Gemeinde begegnen.

A

Amortisation

Die Amortisation ist der Zeitpunkt, an dem Einsparungen und Erträge einer Solaranlage die Investition gedeckt haben. Wie lange das dauert, hängt von Preis, Förderung, Eigenverbrauch und Rückliefertarif ab.

Siehe auch: Rendite. Im Ratgeber: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage?.

Aufdachanlage

Bei einer Aufdachanlage sitzen die Solarmodule auf einer Unterkonstruktion über der bestehenden Dachhaut. Das ist die übliche Bauform auf bestehenden Dächern. In der Förderung gilt sie als angebaute Anlage.

Siehe auch: Indachanlage, Unterkonstruktion.

Autarkiegrad

Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil Ihres Stromverbrauchs Sie mit eigenem Solarstrom decken. Ein Batteriespeicher erhöht ihn, weil er Solarstrom für den Abend und die Nacht aufbewahrt.

Siehe auch: Eigenverbrauch, Batteriespeicher.

B

Batteriespeicher

Ein Batteriespeicher nimmt Solarstrom auf, den Sie gerade nicht brauchen, und gibt ihn später wieder ab. So nutzen Sie mehr Strom vom eigenen Dach selbst.

Siehe auch: Autarkiegrad, Hybridwechselrichter. Im Ratgeber: Vor- und Nachteile eines Batteriespeichers.

Bauanzeige

Bauanzeige nennen manche Kantone und Gemeinden die Meldung eines Bauvorhabens, das keine ordentliche Baubewilligung braucht. Bei Solaranlagen ist damit in der Regel das Meldeverfahren gemeint. Formular und Frist legt Ihre Gemeinde oder Ihr Kanton fest.

Siehe auch: Meldeverfahren, Baubewilligung.

Baubewilligung

Die Baubewilligung ist die behördliche Erlaubnis für ein Bauvorhaben; in Deutschland heisst sie Baugenehmigung. Für die meisten Solaranlagen auf Dächern genügt das Meldeverfahren. Nötig bleibt die Baubewilligung unter anderem bei Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung (Raumplanungsgesetz, Art. 18a).

Siehe auch: Meldeverfahren, Ortsbildschutz.

C

CO₂-Bilanz

Die CO₂-Bilanz stellt gegenüber, wie viel Treibhausgas die Herstellung einer Solaranlage verursacht und wie viel ihr Strom im Betrieb vermeidet.

Contracting

Beim Contracting plant, bezahlt und betreibt ein Dritter die Solaranlage auf Ihrem Dach. Sie beziehen den Strom zu einem vereinbarten Preis und investieren nicht selbst.

Im Ratgeber: Finanzierung einer Photovoltaikanlage.

D

Dachneigung

Die Dachneigung ist der Winkel des Dachs zur Waagrechten. Zusammen mit der Ausrichtung bestimmt sie, wie viel Sonnenlicht auf die Module fällt und wie sich der Ertrag über das Jahr verteilt. Steile Flächen liefern im Winter verhältnismässig mehr.

Siehe auch: Jahresertrag, Fassadenanlage. Im Ratgeber: Solaranlage berechnen.

Degradation

Degradation heisst der langsame Leistungsverlust von Solarmodulen über die Jahre. Hersteller sichern in der Leistungsgarantie zu, wie viel Leistung nach einer bestimmten Zeit mindestens bleibt.

Siehe auch: Modulwirkungsgrad. Im Ratgeber: Solarmodule und Solarpanels.

Direktvermarktung

Bei der Direktvermarktung verkaufen Sie Ihren Solarstrom nicht an den örtlichen Netzbetreiber, sondern über einen Dienstleister am Strommarkt. Das kommt vor allem für grössere Anlagen infrage.

Siehe auch: Rückliefertarif.

E

Eigenmietwert

Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen, das Eigentümer für selbst bewohntes Wohneigentum versteuern. Im Gegenzug sind Unterhaltskosten abziehbar, bei bestehenden Gebäuden auch Investitionen in eine Solaranlage. Die Reform der Wohneigentumsbesteuerung hebt den Eigenmietwert auf; sie tritt laut Mitteilung des Bundesrats vom 01.04.2026 am 01.01.2029 in Kraft.

Siehe auch: Liegenschaftsunterhalt. Im Ratgeber: Steuern sparen mit Photovoltaik.

Eigenverbrauch

Eigenverbrauch ist der Solarstrom, den Sie direkt im eigenen Gebäude nutzen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Strom aus dem Netz und ist deshalb in der Regel mehr wert als eine eingespeiste.

Siehe auch: Autarkiegrad, Überschusseinspeisung. Im Ratgeber: Solarstrom vom eigenen Dach.

Einmalvergütung

Die Einmalvergütung, kurz EIV, ist die Förderung des Bundes für Photovoltaikanlagen: ein einmaliger Beitrag an die Investition, abgewickelt über Pronovo. Es gibt sie in drei Formen: KLEIV, GREIV und HEIV.

Siehe auch: KLEIV, GREIV, HEIV, Pronovo. Im Ratgeber: Pronovo-Förderung.

Elektrizitätswerk (EW)

Das Elektrizitätswerk, kurz EW, ist der örtliche Stromversorger. Oft betreibt es auch das Verteilnetz und ist damit Ihr Ansprechpartner für Netzanschluss und Rückliefertarif.

Siehe auch: Netzbetreiber, Rückliefertarif.

F

Fassadenanlage

Eine Fassadenanlage trägt die Solarmodule an der Gebäudewand. Wegen des steilen Winkels liefert sie im Winter verhältnismässig viel Strom. Für Anlagen ab 75 Grad Neigung kann der Bund einen Neigungswinkelbonus zahlen (Energieförderungsverordnung, Stand 08.10.2026).

Siehe auch: Dachneigung, Einmalvergütung. Im Ratgeber: Förderungen für Solaranlagen.

Flachdachanlage

Auf dem Flachdach stehen die Module auf Gestellen, flach geneigt nach Süden oder paarweise nach Osten und Westen. Die Gestelle werden häufig beschwert statt verschraubt, damit die Dachhaut dicht bleibt.

Siehe auch: Unterkonstruktion.

Fördergesuch

Gesuch heisst in der Schweiz, was in Deutschland Antrag heisst. Mit dem Fördergesuch beantragen Sie einen Förderbeitrag: die Einmalvergütung bei Pronovo, weitere Beiträge bei Kanton, Gemeinde oder Energieversorger. Manche Programme verlangen das Gesuch vor dem Baubeginn.

Siehe auch: Einmalvergütung, Pronovo. Im Ratgeber: Förderungen für Solaranlagen.

G

GEAK

Der GEAK ist der Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er stuft die Energieeffizienz eines Gebäudes in Klassen von A bis G ein. Der GEAK Plus enthält zusätzlich einen Beratungsbericht mit Vorschlägen für die Sanierung; einzelne Förderprogramme verlangen ihn.

Siehe auch: Minergie.

GREIV

GREIV steht für die Einmalvergütung für grosse Photovoltaikanlagen ab 100 kW Leistung.

Siehe auch: Einmalvergütung, KLEIV, HEIV. Im Ratgeber: Pronovo-Förderung.

H

HEIV

HEIV steht für die hohe Einmalvergütung. Sie gilt für Anlagen von 2 kW bis 149,99 kW ohne Eigenverbrauch, die ihren Strom während mindestens 20 Jahren vollständig einspeisen.

Siehe auch: Einmalvergütung, Volleinspeisung. Im Ratgeber: Pronovo-Förderung.

Herkunftsnachweis (HKN)

Der Herkunftsnachweis, kurz HKN, belegt für jede Kilowattstunde, woher der Strom stammt. Pronovo führt das System der Herkunftsnachweise. Viele Versorger zahlen für die Nachweise aus Solarstrom einen Zuschlag zum Rückliefertarif.

Siehe auch: Pronovo, Rückliefertarif. Im Ratgeber: Einspeisevergütung in der Schweiz.

Hybridwechselrichter

Ein Hybridwechselrichter ist ein Wechselrichter, an den neben den Solarmodulen auch ein Batteriespeicher angeschlossen wird. Ein zweites Gerät für die Batterie entfällt.

Siehe auch: Batteriespeicher. Im Ratgeber: Wechselrichter für Photovoltaik.

I

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist der Zeitpunkt, an dem die fertig installierte und geprüfte Anlage ans Netz geht. Das Datum bestimmt, welcher Fördersatz gilt. Die KLEIV beantragen Sie danach.

Siehe auch: KLEIV, Fördergesuch.

Indachanlage

Bei einer Indachanlage ersetzen die Solarmodule die Dacheindeckung und bilden selbst die Dachhaut. Sie kommt vor allem bei Neubauten und Dachsanierungen infrage. In der Förderung gilt sie als integrierte Anlage.

Siehe auch: Aufdachanlage.

Installationsanzeige

Mit der Installationsanzeige wird dem Netzbetreiber eine Elektroinstallation gemeldet, bevor die Arbeiten beginnen (Niederspannungs-Installationsverordnung). Bei einer Solaranlage reicht sie Ihr Fachbetrieb ein.

Siehe auch: Technisches Anschlussgesuch (TAG), Netzbetreiber.

J

Jahresertrag

Der Jahresertrag ist die Strommenge, die eine Solaranlage in einem Jahr erzeugt, angegeben in Kilowattstunden. Er hängt von Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab. Zum Vergleich von Anlagen dient der spezifische Ertrag in kWh pro kWp.

Siehe auch: Kilowatt-Peak (kWp), Verschattung. Im Ratgeber: Solaranlage berechnen.

Jahresstromverbrauch

Der Jahresstromverbrauch ist die Strommenge, die Ihr Haushalt oder Betrieb in einem Jahr bezieht. Sie finden ihn auf der Stromrechnung. Er ist eine zentrale Grösse, um Solaranlage und Batteriespeicher passend auszulegen.

Siehe auch: Kilowattstunde (kWh).

K

Kilowatt-Peak (kWp)

Kilowatt-Peak, kurz kWp, ist die Nennleistung einer Solaranlage unter festgelegten Prüfbedingungen. Die Angabe macht Anlagen vergleichbar; im Betrieb liegt die tatsächliche Leistung meist darunter.

Siehe auch: Kilowattstunde (kWh), Jahresertrag.

Kilowattstunde (kWh)

Die Kilowattstunde, kurz kWh, ist die Einheit für Strommengen: Ein Gerät mit einem Kilowatt Leistung verbraucht in einer Stunde eine Kilowattstunde. Ertrag, Verbrauch und Tarife werden in kWh angegeben.

Siehe auch: Kilowatt-Peak (kWp).

KLEIV

KLEIV steht für die Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen ab 2 kW bis unter 100 kW Leistung. Für die meisten Anlagen auf Wohnhäusern ist sie der passende Förderweg. Das Gesuch stellen Sie nach der Inbetriebnahme.

Siehe auch: Einmalvergütung, GREIV, Inbetriebnahme. Im Ratgeber: Pronovo-Förderung.

L

LEG (lokale Elektrizitätsgemeinschaft)

In einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft, kurz LEG, tauschen Produzenten und Verbraucher aus der Umgebung Solarstrom über das öffentliche Netz aus. Diese Form gibt es seit Anfang 2026.

Siehe auch: ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch), vZEV (virtueller ZEV), Quartierstrom. Im Ratgeber: Zusammenschluss zum Eigenverbrauch.

Leistungsoptimierer

Ein Leistungsoptimierer ist ein kleines Gerät am einzelnen Solarmodul. Er sorgt dafür, dass ein verschattetes oder schwächeres Modul die übrigen Module im Strang weniger bremst.

Siehe auch: Teilverschattung. Im Ratgeber: Wechselrichter für Photovoltaik.

Liegenschaftsunterhalt

Liegenschaftsunterhalt sind die Kosten für den Erhalt eines Gebäudes, die Eigentümer in der Steuererklärung abziehen können. Bei bestehenden Gebäuden im Privatvermögen sind ihnen Investitionen ins Energiesparen gleichgestellt, etwa in eine Photovoltaikanlage. Die Einzelheiten regelt Ihr Kanton.

Siehe auch: Eigenmietwert. Im Ratgeber: Steuern sparen mit Photovoltaik.

M

Meldeverfahren

Im Meldeverfahren melden Sie eine Solaranlage der Gemeinde oder dem Kanton, statt eine Baubewilligung einzuholen. Es gilt für genügend angepasste Solaranlagen auf Dächern in Bau- und Landwirtschaftszonen (Raumplanungsgesetz, Art. 18a). Formular und Fristen unterscheiden sich je nach Kanton.

Siehe auch: Baubewilligung, Bauanzeige, Ortsbildschutz.

Minergie

Minergie ist ein Schweizer Baustandard für energieeffiziente Gebäude mit hohem Wohnkomfort. Bei Neubauten nach Minergie gehört die eigene Stromproduktion zu den Anforderungen, in der Regel mit Photovoltaik.

Siehe auch: GEAK.

Minimalvergütung

Die Minimalvergütung ist die gesetzliche Untergrenze für die Vergütung von eingespeistem Solarstrom aus Anlagen bis 150 kW. Sie greift, wenn der Referenzmarktpreis darunter fällt. Für Anlagen bis 30 kW beträgt sie 6 Rp./kWh (Energieverordnung, Stand 13.07.2026).

Siehe auch: Referenzmarktpreis, Rückliefertarif. Im Ratgeber: Einspeisevergütung in der Schweiz.

Modulwirkungsgrad

Der Modulwirkungsgrad gibt an, welchen Anteil des eingestrahlten Sonnenlichts ein Solarmodul in Strom umwandelt. Je höher er ist, desto mehr Leistung passt auf dieselbe Dachfläche.

Siehe auch: Zellwirkungsgrad, Degradation. Im Ratgeber: Solarmodule und Solarpanels.

N

Netzbetreiber

Der Netzbetreiber betreibt das örtliche Stromnetz. Er prüft den Anschluss Ihrer Solaranlage, stellt den Zähler und vergütet den Strom, den Sie einspeisen.

Siehe auch: Elektrizitätswerk (EW), Technisches Anschlussgesuch (TAG), Rückliefertarif.

Niedertarif und Hochtarif

Viele Elektrizitätswerke verrechnen Strom je nach Tageszeit zu zwei Preisen: tagsüber zum Hochtarif, nachts und oft am Wochenende zum günstigeren Niedertarif. Die genauen Zeiten legt das EW fest. Für die Rechnung Ihrer Solaranlage zählt, welchen Tarif der selbst genutzte Solarstrom ersetzt.

Siehe auch: Elektrizitätswerk (EW), Eigenverbrauch.

Notstrom

Notstrom ist Strom bei einem Netzausfall. Eine gewöhnliche Solaranlage schaltet sich dann aus Sicherheitsgründen ab. Für Notstrom braucht es einen Batteriespeicher und einen Wechselrichter, die dafür ausgelegt sind, sowie eine Umschaltung vom Netz.

Siehe auch: Batteriespeicher, Hybridwechselrichter.

O

Ortsbildschutz

Der Ortsbildschutz bewahrt das Erscheinungsbild historischer Dorf- und Stadtkerne. In geschützten Ortsbildern und an Baudenkmälern gelten für Solaranlagen strengere Regeln; oft braucht es dort statt der Meldung eine Baubewilligung.

Siehe auch: Baubewilligung, Meldeverfahren.

P

Photovoltaik

Photovoltaik, kurz PV, heisst die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom mit Solarzellen. Eine Photovoltaikanlage besteht aus Solarmodulen, Wechselrichter, Unterkonstruktion und Zähler.

Siehe auch: Solarthermie, Kilowatt-Peak (kWp). Im Ratgeber: Leitfaden Photovoltaikanlagen.

Pronovo

Pronovo ist die vom Bund beauftragte Stelle, die die Förderung von Solaranlagen abwickelt. Sie prüft die Gesuche für die Einmalvergütung, zahlt die Beiträge aus und führt das System der Herkunftsnachweise.

Siehe auch: Einmalvergütung, Herkunftsnachweis (HKN). Im Ratgeber: Pronovo-Förderung.

Q

Qualitätslabel «Die Solarprofis»

«Die Solarprofis» ist ein Qualitätslabel des Branchenverbands Swissolar für geprüfte Fachunternehmen. Betriebe mit dem Label erfüllen zusätzliche Aufnahmebedingungen und werden nach festgelegten Kriterien geprüft.

Siehe auch: Swissolar. Im Ratgeber: Swissolar und das Label «Die Solarprofis».

Quartierstrom

Quartierstrom ist kein amtlicher Begriff. Gemeint ist Solarstrom, der in der Nachbarschaft erzeugt und dort verbraucht wird. Rechtlich geschieht das über einen ZEV, einen vZEV oder eine LEG.

Siehe auch: ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch), vZEV (virtueller ZEV), LEG (lokale Elektrizitätsgemeinschaft). Im Ratgeber: Zusammenschluss zum Eigenverbrauch.

R

Referenzmarktpreis

Der Referenzmarktpreis ist der über ein Quartal gemittelte Marktpreis für Solarstrom. Das Bundesamt für Energie berechnet ihn und veröffentlicht ihn nach Quartalsende. Seit 2026 richtet sich die Vergütung für eingespeisten Strom danach, wenn Netzbetreiber und Produzent nichts anderes vereinbaren.

Siehe auch: Minimalvergütung, Rückliefertarif. Im Ratgeber: Einspeisevergütung in der Schweiz.

Rendite

Die Rendite setzt den jährlichen Gewinn einer Solaranlage ins Verhältnis zur Investition. Der Gewinn ergibt sich aus eingespartem Netzstrom und Vergütung, abzüglich der Kosten für Betrieb und Unterhalt.

Siehe auch: Amortisation. Im Ratgeber: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage?.

Rückliefertarif

Der Rückliefertarif ist der Preis, den Ihnen der Netzbetreiber für eingespeisten Solarstrom zahlt. In Deutschland heisst das Einspeisevergütung; auch in der Schweiz ist das Wort gebräuchlich. Der Tarif unterscheidet sich je nach Netzbetreiber.

Siehe auch: Referenzmarktpreis, Minimalvergütung, Herkunftsnachweis (HKN). Im Ratgeber: Einspeisevergütung in der Schweiz.

S

Solarthermie

Solarthermie nutzt Sonnenlicht für Wärme statt für Strom: Sonnenkollektoren erwärmen Wasser für Warmwasser und Heizung.

Siehe auch: Photovoltaik. Im Ratgeber: Sonnenkollektoren.

Stockwerkeigentum

Stockwerkeigentum ist die Schweizer Form der Eigentumswohnung: Miteigentum am Gebäude mit einem Sonderrecht an der eigenen Einheit. Über eine Solaranlage auf dem gemeinsamen Dach entscheidet die Eigentümergemeinschaft.

Siehe auch: ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch). Im Ratgeber: Zusammenschluss zum Eigenverbrauch.

Swissolar

Swissolar ist der Branchenverband für Solarenergie in der Schweiz. Alle Fachbetriebe in unserem Partnernetzwerk sind Mitglied bei Swissolar.

Siehe auch: Qualitätslabel «Die Solarprofis». Im Ratgeber: Swissolar und das Label «Die Solarprofis».

T

Technisches Anschlussgesuch (TAG)

Mit dem technischen Anschlussgesuch, kurz TAG, beantragt Ihr Fachbetrieb beim Netzbetreiber den Anschluss der Solaranlage ans Stromnetz. Der Netzbetreiber prüft, ob das Netz die Einspeisung aufnehmen kann. Das Gesuch wird vor dem Bau eingereicht.

Siehe auch: Netzbetreiber, Installationsanzeige.

Teilverschattung

Teilverschattung liegt vor, wenn Kamin, Lukarne, Baum oder Nachbargebäude einen Teil der Module zeitweise beschatten. Weil Module in Reihe geschaltet sind, kann schon ein kleiner Schatten den Ertrag des ganzen Strangs senken. Leistungsoptimierer oder eine geschickte Verschaltung mindern den Effekt.

Siehe auch: Verschattung, Leistungsoptimierer.

Temperaturkoeffizient

Der Temperaturkoeffizient gibt an, wie stark die Leistung eines Solarmoduls sinkt, wenn es wärmer wird. Je kleiner der Wert, desto weniger verliert das Modul an heissen Tagen.

Siehe auch: Modulwirkungsgrad. Im Ratgeber: Solarmodule und Solarpanels.

U

Überschusseinspeisung

Bei der Überschusseinspeisung nutzen Sie den Solarstrom zuerst selbst. Nur was übrig bleibt, fliesst ins Netz und wird vergütet. Das ist bei Anlagen auf Wohnhäusern der Normalfall.

Siehe auch: Volleinspeisung, Eigenverbrauch, Rückliefertarif. Im Ratgeber: Einspeisevergütung in der Schweiz.

Überspannungsschutz

Der Überspannungsschutz leitet kurze Spannungsspitzen ab, etwa bei einem Blitzeinschlag in der Nähe. So schützt er Wechselrichter und Hausinstallation.

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion ist das Montagesystem aus Haken, Schienen und Klemmen, das die Module mit dem Dach verbindet. Sie muss die Wind- und Schneelasten am Standort aufnehmen.

Siehe auch: Aufdachanlage, Flachdachanlage.

V

Verschattung

Verschattung heisst jeder Schatten, der auf die Solarmodule fällt, etwa durch Berge, Bäume oder Gebäude. Sie senkt den Ertrag und wird bei der Planung mit einer Simulation berücksichtigt.

Siehe auch: Teilverschattung, Jahresertrag.

Volleinspeisung

Bei der Volleinspeisung fliesst der gesamte Solarstrom ins Netz; Sie nutzen nichts davon selbst. Für solche Anlagen gibt es die hohe Einmalvergütung (HEIV).

Siehe auch: HEIV, Überschusseinspeisung.

vZEV (virtueller ZEV)

vZEV steht für virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Seit 2025 können sich mehrere Parteien zusammenschliessen, ohne eigene Leitungen zu bauen: Sie nutzen die Anschlussleitungen und Zähler des Netzbetreibers.

Siehe auch: ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch), LEG (lokale Elektrizitätsgemeinschaft). Im Ratgeber: Zusammenschluss zum Eigenverbrauch.

Z

Zellwirkungsgrad

Der Zellwirkungsgrad ist der Wirkungsgrad der einzelnen Solarzelle. Er liegt etwas über dem Modulwirkungsgrad, weil im Modul Rahmen und Zwischenräume keinen Strom liefern.

Siehe auch: Modulwirkungsgrad. Im Ratgeber: Solarmodule und Solarpanels.

ZEV (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch)

Im Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, kurz ZEV, nutzen mehrere Parteien den Solarstrom vom eigenen Dach gemeinsam, etwa die Wohnungen eines Mehrfamilienhauses. Gegenüber dem Netzbetreiber treten sie als ein Kunde auf.

Siehe auch: vZEV (virtueller ZEV), LEG (lokale Elektrizitätsgemeinschaft), Stockwerkeigentum. Im Ratgeber: Zusammenschluss zum Eigenverbrauch.

Zweirichtungszähler

Ein Zweirichtungszähler misst getrennt, wie viel Strom Sie aus dem Netz beziehen und wie viel Sie einspeisen. Der Netzbetreiber stellt ihn beim Anschluss der Solaranlage.

Siehe auch: Netzbetreiber.

  • Stand 08.10.2026
  • Grundlagen: Energiegesetz, Energieverordnung und Energieförderungsverordnung, Raumplanungsgesetz, Niederspannungs-Installationsverordnung, Bundesamt für Energie, Pronovo, Swissolar, Verein GEAK, Verein Minergie und die Mitteilung des Bundesrats vom 01.04.2026.

3 Offerten für Ihre Solaranlage

Eine Anfrage genügt, um Fachbetriebe aus Ihrer Region zu vergleichen.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Geprüfte Anbieter
  • Schweizweites Partnernetzwerk

Offerten vergleichen

Solar-Neuigkeiten per E-Mail

Neues zu Photovoltaik, Förderung und erneuerbarer Energie von solar-guide.ch. Abmelden können Sie sich jederzeit.